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Sonderausstellung „Ich leb‘ nicht gern allein – tierisch sozial“

Title:
Sonderausstellung „Ich leb‘ nicht gern allein – tierisch sozial“
When:
Wed, 29. April 2020 - Sun, 30. August 2020
Where:
Museum für Naturkunde Gera - Gera, Thüringen
Category:
Ausstellung
Created by:
Frank Hrouda (Naturkundemuseum)
Sonderausstellung „Ich leb‘ nicht gern allein – tierisch sozial“

Description

Bis zum 30. August 2020 präsentiert das Museum für Naturkunde Gera die neue Sonderausstellung „Ich leb‘ nicht gern allein – tierisch sozial“. 

Die Sonderausstellung möchte einen Überblick über die verschiedenen Weisen des Zusammenlebens liefern. Kurz gesagt geht es um „Staaten, Schwärme, Sippen & Sex“. Sieben thematische Schwerpunkte bringen dem Besucher die Mannigfaltigkeit und Faszination tierischen Sozialverhaltens nahe, erklären anschaulich aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse der Ethologie (Verhaltensbiologie) und schließen mit einem Exkurs in das komplizierte Mensch-Tier-Verhältnis ab.

Unter dem Schlagwort „Allein“ beginnt der Rundgang mit einer Einführung in das Thema und begründet, warum sich soziale Interaktionen für viele Lebensweisen notwendigerweise ergeben haben. Unter der Projektion eines riesigen Makrelenschwarms begegnen dem Besucher großformatige Fotos von Schwärmen und Herden, wobei der Aspekt der „Schwarmintelligenz“ beleuchtet wird. Es folgen Tierkolonien und Tierstaaten, die neben Präparaten aus dem Sammlungsbestand mit großen Installationen aufwarten: Das Modell eines riesigen Termitenhügels reiht sich neben brutpflegenden Fauchschaben und einer lebenden Ameisenkolonie ein. Der folgende Abschnitt ist den sozialen Kategorien „Rudel, Rotten & Sippen“ gewidmet. Mit Hilfe eines großflächigen Memory-Rätsels können kleine und größere Besucher Mimik und Gestik von Wolf, Hund und Mensch spielerisch erfahren und mit ihren eigenen Gefühlsäußerungen vergleichen. Es werden Matriarchat, Patriarchat, Mono- und Polygamie sowie die hormonelle Steuerung der Zuneigung beleuchtet. Viele der aktuellen Erkenntnisse dazu stammen aus Experimenten mit Wühlmäusen, die in der Ausstellung als possierliche Sympathieträger im Familienverband lebend gezeigt werden. Der Symbiose als artübergreifendem Zusammenleben ist ein weiterer Abschnitt gewidmet. Kleine Bilderepisoden veranschaulichen Stück für Stück die Beziehungen zum gegenseitigen Vorteil. Artübergreifend sind auch die vielfachen Beziehungen zwischen Mensch und Tier: Ziertierhaltung, Vermenschlichung, Tiertherapie und Anthropozän spannen den Bogen über kulturelle, psychologische und ökologische Aspekte, geben auch im Nachgang zu denken und runden so die Ausstellung ab.

Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag, Feiertage 12.00 bis 17.00 Uhr

Contact information

Name:
Frank Hrouda
Telephone:
0365 52003


Venue

Location:
Museum für Naturkunde Gera
Street:
Nicolaiberg 3
ZIP:
07545
City:
Gera
State:
Thüringen
Country:
Germany
Museum für Naturkunde Gera

Description

Das Museum für Naturkunde befindet sich im ältesten erhaltenen Bürgerhaus Geras, im „Schreiberschen Haus“. 1686 bis 1688 wurde es auf der Brandstätte eines mittelalterlichen Burggutes errichtet. Noch im Besitz der Kaufmannsfamilie Schreiber, überstand es 1780 als einziges Wohngebäude den größten Brand von Gera. Erst seit 1947 dient es als Museum. In der 1. Etage befindet sich die Dauerausstellung „Ostthüringen als Landschaftsraum“. Hier kann der Besucher eine Wanderung durch die Naturräume Ostthüringens unternehmen. Ausgehend von den geologischen Grundlagen erlebt er die artenreiche Pflanzen- und Tierwelt der Wälder, Wiesen, Feldfluren und Gewässer. Auch geschützte Arten wie Rohrdommel, Uhu oder eine Frauenschuh-Orchidee werden gezeigt. In der 2. Etage stellt das „Gelehrtenzimmer“ die Entwicklung vom Naturalienkabinett zum naturwissenschaftlichen Museum vor. In einem weiteren Raum werden die Minerale Ostthüringens vorgestellt. Im Höhler unter dem Gebäude präsentiert das Museum hingegen Minerale aus aller Welt in „Das Einmaleins der Minerale“. Anhand der farbenprächtigen Exponate thematisiert die Schau technische Verwendungen von Mineralen, ihre Entstehungsprozesse, Formen und Farben. Einen Höhepunkt bildet eine Auswahl von Mineralen, die unter ultraviolettem Licht fluoresziert.